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Schulen steuern Zukunft

Schulen steuern Zukunft

Es ist die Straße des Neuen und sie macht manchem Angst. Es ist das Ungewisse, das Nicht-kontrollierbare, das Schnelle, das Vorbeiziehende und auch manchmal das Nicht-verstehende … es sind die Sozialen Medien mit ihren sozialen Netzwerken. Einerseits trennen sie Generationen, andererseits verbinden sie Generationen. Es hat den Anschein, als würde ein ähnlicher Konflikt in der Gesellschaft schweben, wie damals, als die Desktop-Computer die Schreibmaschine in den Behörden und Unternehmen ablösten.

Die Straße des Neuen ist Zukunft – das Serendipitätsprinzip

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Behörden und Bildungseinrichtungen in Zukunftsfragen nicht an vorderster Front agieren. Müssen diese institutionellen Einrichtungen doch für die Gesellschaft planen und eine große Gruppe zufriedenstellen – sie sind Träger der gesellschaftlichen Fortentwicklung. Entscheidungswege sind somit länger als in privat geführten Unternehmen und werden wohl sorgfältiger geprüft.

Zukunft ist ein bunter Marktplatz aus Optimisten, Pessimisten, Wahrsagern, Skeptikern und wissenschaftlichen Prognostikern. Wer die Zukunft voraussagen kann, ist gefragt – sei es als Redner, Guru oder Berater. Warum also nicht Zukunft vorhersagen, in dem man sie schafft? Doch wie es anstellen? Eine Gesellschaft wird getragen durch die Kinder, die ihr nachwachsen. Sie sind diejenigen, die unbeschwert der Zukunft begegnen. Unsere Aufgabe als Erwachsene ist es, dass wir ihren Vorstellungen Chancen einräumen. Denn die Geschichte der Menschehit ist die Geschichte der menschlichen Visionen.

Das Rezept: Man nehme Innovation, Kreativität und vertraue auf Serendipität. „Kreativität“ an sich ist schon rätselhaft. „Serendipität“ gar geheimnisumwittert. Betrachten wir das Phänomen der Kreativität, so fragt man sich woher all die neuen Ideen kommen? Ist es Eingebung, Zufall, das Ergebnis harter Arbeit oder des langen Suchens? Vielleicht der göttliche Funke, wie es Arthur Koestler in seinem 1966 erschienen Buch „Der göttliche Funke. Der schöpferische Akt in Kunst und Wissenschaft.“ beschreibt? Wahrscheinlich etwas von allem!

Für das „Unergründliche“ gibt es nicht mehr nur im englischen Sprachgebrauch ein Wort, sondern auch im Deutschen – nämlich Serendipität, abgeleitet vom englischen Serendipity. Was hat es nun mit diesem geheimnisumwobenen Begriff zu tun und warum ist das Serendipitätsprinzip für Schulen gerade nützlich? Serendipität beschreibt eine zufällig Beobachtung von etwas urspünglich nicht Gesuchtem, das sich als neue und überraschende Entdeckung erweist. Man spricht auch von intelligenter Schlussfolgerung und Findigkeit. Serendipität entsteht beispielsweise, wenn ich nach etwas Suche, an das ich zuvor gar nicht gedacht habe bzw. wenn ich auf etwas stoße, das nicht Gegenstand meiner Bemühungen war, sich aber als nützlich erweist. Durch das Internet machen wir täglich Bekannschaft mit der Serendipität. Unbeabsichtigt entdecken wir nützliche Informationen, obwohl wir sie nicht suchten.

Wenn Schulen für die Zukunft unserer Kinder verantwortlich sind, so haben sie auch die Bedeutung des Internets erkannt. Aus den sozialen Bedürfnissen von Studierenden sind Netzwerke entstanden, die das Streben nach Gemeinschaft mit bestehenden und neuen Technologien vereinten. So sind Social Networks eine zufällige Beobachtung von etwas urspünglich nicht Gesuchtem, was den Schulen heute zu Gute kommt.

Schule als Social Network“ ist nicht nur ein Projekt, es ist elementarer Bestandteil der heutigen Gesellschaft. Schulen machen sich das Serendipitätsprinzig zu Nutze!