Waldorfschulen

Bund der Freien Waldorfschulen

100 Jahre Waldorfpädagogik im Jahr 2019

Stuttgart/Hamburg, 14. März 2017/CMS. Am 7. September 1919 wurde die erste Waldorfschule in Stuttgart gegründet – in zweieinhalb Jahren wird „die Waldorfschule“ 100 Jahre jung! Heute ist diese Pädagogik mit rund 1.100 Waldorfschulen und fast 2.000 Waldorfkindergärten in über 80 Ländern ein weltweiter pädagogischer Impuls. Und es werden nach wie vor mehr.

Das anstehende 100-jährige Jubiläum bietet die einmalige Chance, den pädagogischen Impuls Rudolf Steiners in einem globalen Austausch weiter zu entwickeln. Zur Stärkung der gegenseitigen Wahrnehmung und Vernetzung sollen in den Waldorfschulen und -kindergärten auf allen Kontinenten vielfältigste Projekte und Aktionen stattfinden, um über Grenzen hinweg eine lebendige internationale Verbundenheit zu schaffen, die heute so wichtig ist wie selten zuvor.

Von jetzt an ziehen sich gemeinschaftsbildende Aktionen über die nächsten Jahre bis September 2019, die von der pädagogischen Konferenzarbeit über die Weiterentwicklung des so genannten „pädagogischen Entwicklungsdialogs“ von Eltern und Lehrern bis hin zu ökologischen Projekten wie der Bienenhaltung an allen Waldorfschulen und deren Einbeziehung in den Unterricht reichen. Darüber hinaus sind Ideen und Initiativen von allen Schulen ausdrücklich erwünscht, so vielfältig wie die Welt, in der wir leben: große und kleine, komplexe und einfache, lehrreiche, unterhaltsame oder sonstige Projekte. Alle Aktionen folgen dem gemeinsamen Motto „Waldorf100 – Learn to change the world“ und werden auf der mehrsprachigen Website und in sozialen Netzwerken vorgestellt und begleitet.

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Sonderschau der Waldorfschulen auf der didacta 2017

Stuttgart/Hamburg, 6. Februar 2017/CMS. Wie Medienmündigkeit gelingen kann, was Kinder heute von Erwachsenen erwarten und die Ergebnisse der ersten Langzeitdokumentation in einer Waldorfklasse sind in diesem Jahr Themen des Auftritts der Waldorfschulen und -kindergärten auf der Bildungsmesse didacta vom 14. bis 18. Februar 2017 in Stuttgart, Halle 5, Stand 5A75. Unser Messeauftritt dient auch der Information über den Beruf „WaldorflehrerIn“: Die Waldorfschulen in Deutschland besetzen jährlich rund 600 Stellen neu und suchen engagierte KollegInnen.

Am Stand der Waldorfschulen und -kindergärten können sich Interessenten über Zulassungsvoraussetzungen, Fächer und Wege zur Waldorflehrerbildung informieren. Insgesamt stehen in Deutschland elf Studienorte für Voll- und Teilzeitausbildungen zur Verfügung. WaldorflehrerInnen sind einer neueren wissenschaftlichen Studie zufolge zufriedener mit ihrem Beruf als viele ihrer KollegInnen an staatlichen Schulen. Eine große Rolle spielt dabei ihre pädagogische Gestaltungsfreiheit.

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Gemeinsame Verantwortung in der Bildungsvielfalt – Tag der Freien Schulen am 18. September 2016 in Berlin

Berlin, Hamburg, Stuttgart, 16. September 2016/ VS: Am Sonntag, den 18. September 2016 findet der Bildungsmarkt als zentrale Veranstaltung des Tages der Freien Schulen auf dem Potsdamer Platz statt. Von 11.00 bis 18.00 Uhr können sich Besucher*innen über die Schulen in freier Trägerschaft Berlins informieren. Die zwölf Waldorfschulen aus Berlin präsentieren sich an einem gemeinsamen Informationsstand. Der Tag der Freien Schulen macht auf die Vielfalt des Bildungswesens in Berlin aufmerksam – hierfür sind die freien Träger ein Garant.

Der Tag der Freien Schulen jährt sich in diesem Jahr bereits zum 13. Mal und steht unter dem Motto „fürs Leben lernen“.  „Die Freien Waldorfschulen tragen mit ihrem besonderen pädagogischen Konzept wesentlich zur Vielfalt im Bildungswesen bei“, sagt Peter Lange, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule Berlin Südost. Die Waldorfschulen leisten in der Integration einen wichtigen Beitrag im Berliner Schulwesen. So unterrichten mittlerweile viele Berliner Waldorfschulen eine Willkommensklasse, in der Flüchtlingskinder an Sprachkursen und am waldorfpädagogischen Regelunterricht teilnehmen. Zudem gibt es seit diesem Schuljahr im Stadtteil Baumschulenweg eine neugegründete Waldorfschule mit dem Schwerpunkt der Interkulturalität.

„Mit dem Tag der Freien Schulen setzen wir ein Signal für die Vielfalt in der Bildung und die gemeinsame Verantwortung für Bildung, auch in der multikulturellen Metropole Berlin“, betont Dr. Detlef Hardorp, Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg. Als Partner in der Bildung erwarten die Schulen in freier Trägerschaft ein Zusammenspiel auf Augenhöhe. Sie fordern eine frühzeitige Mitsprache in schulpolitischen Belangen, die Freie Schulen betreffen, und eine deutliche Reduzierung der Wartefrist bei Grundschulen neuer Schulträger, die in Berlin fünf (!) Jahre lang keine Finanzierung bekommen. Die Freien Waldorfschulen bekommen derzeit 93 Prozent der vergleichbaren Personalkosten vom Land erstattet, aber Null Prozent der vergleichbaren Sach- und Gebäudekosten. „Eine Umstellung auf eine Finanzierung von mindestens 85% der Vollkosten einer staatlichen Schule sollte zügig umgesetzt werden – Hamburg macht das schon lange vor“, so Hardorp.

Der Tag der Freien Schulen findet zudem in Hamburg (23.09.2016) und Baden-Württemberg (25.11.2016) statt. Das Konzept sieht hier Schulbesuche der abgeordneten Landespolitiker an den Schulen in freier Trägerschaft vor.

In Berlin besuchen rund 10 Prozent der Schüler*innen eine Freie Schule. Im Schuljahr 2014/15 gingen 6179 Schüler*innen auf eine der zwölf Freien Waldorfschulen.

PI Waldorfschulen sehen sich durch Bildungsbericht bestätigt

Stuttgart/Hamburg, 16. Juni 2016/VS/CMS. Der Bund der Freien Waldorfschulen sieht durch den Bericht „Bildung in Deutschland 2016“ des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) das waldorfpädagogische Konzept des gemeinsamen Lernens bestätigt. In Deutschland lernen 85.797 Waldorfschüler*innen an 236 Schulen gemeinsam von Klasse eins bis zwölf. Dazu verzichten die Waldorfschulen auf Sitzenbleiben und Schulnoten in der Unter- und Mittelstufe. Sie sehen die Form des gemeinsamen Unterrichts als grundlegend für die individuelle Förderung und Entwicklung der Kinder, unabhängig von Begabung oder sozialer Herkunft.

Die DAK-Studie zeigt, dass Grundschüler*innen vorwiegend an Konzentrationsschwäche leiden, Verhaltensauffälligkeiten und Bewegungsdefizite aufweisen, während ihre Stressbelastung in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. 91 Prozent der befragten Lehrer*innen bezeichneten neben zu hohem Erwartungsdruck der Eltern die mediale Reizüberflutung durch Fernsehen, Computer und Co. als wichtigsten Stressfaktor. Nicht zuletzt deshalb orientiert sich die Waldorfpädagogik an dem Leitsatz, dass eine frühe Medienabstinenz die Grundlage für spätere Medienmündigkeit darstellt (siehe „Struwwelpeter 2.0 – Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik“).

Zentrales Element der Waldorfpädagogik ist der gemeinsame Unterricht von Schüler*innen aller Begabungsrichtungen in einem Klassenverbund. Die Kinder lernen eigenmotiviert von der ersten bis zur zwölften Klasse ohne Sitzenbleiben in einem angstfreien Umfeld. Dabei entwickeln sich soziale Kompetenzen im Umgang miteinander und gleichzeitig steht für die Lehrer*innen die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes im Vordergrund. „Die Waldorfschulen unterrichten bereits seit fast 100 Jahren Schüler aller Begabungsrichtungen und Herkunft gemeinsam“, erklärt Henning Kullak-Ublick, Vorstand im Bund der Freien Waldorfschulen. „So sehen wir uns durch den heute erschienenen Bildungsbericht in unserem pädagogischen Handeln bestätigt, denn die Waldorfschulen setzen auf gemeinsames Lernen statt auf frühe Selektion nach dem Leistungsprinzip“, sagt Kullak-Ublick weiter.

Im Schuljahr 2015/16 lernen in Deutschland 85.797 Waldorfschüler*innen an 236 Schulen. Im Jahr 2005/06 waren es noch 79.714 Schüler*innen an 192 Schulen, eine Steigerung von 7,6 Prozent in 10 Jahren.

Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die derzeit 235 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. Seit 2013 sitzt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS als Zweigstelle in Hamburg. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr.

Copyright: Charlotte Fischer / Bund der Freien Waldorfschulen e.V.

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PI Waldorfschulen, Bildungsberichtdownload (PDF)

Waldorfschulen betreiben aktive Gesundheitsförderung

Hamburg/Stuttgart, 29. April 2016/CMS. Laut einer aktuellen repräsentativen Lehrerbefragung des Forsa-Instituts im Auftrag der DAK-Gesundheit haben die Gesundheitsprobleme bei Grundschüler*innen in den letzten zehn Jahren stark zugenommen und verstärken sich während der ersten vier Schuljahre sogar noch. Waldorfschulen bemühen sich deshalb von Anfang an um explizite Stärkung der gesunden Ressourcen ihrer Schüler*innen im Sinne der Salutogenese, insbesondere in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Konzentration.

Die DAK-Studie zeigt, dass Grundschüler*innen vorwiegend an Konzentrationsschwäche leiden, Verhaltensauffälligkeiten und Bewegungsdefizite aufweisen, während ihre Stressbelastung in den letzten Jahren enorm zugenommen hat. 91 Prozent der befragten Lehrer*innen bezeichneten neben zu hohem Erwartungsdruck der Eltern die mediale Reizüberflutung durch Fernsehen, Computer und Co. als wichtigsten Stressfaktor. Nicht zuletzt deshalb orientiert sich die Waldorfpädagogik an dem Leitsatz, dass eine frühe Medienabstinenz die Grundlage für spätere Medienmündigkeit darstellt (siehe „Struwwelpeter 2.0 – Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik“).

Noch immer viel zu selten finden in den Unterricht integrierte Bewegungsphasen statt (nur bei 29 Prozent der Befragten laut DAK-Studie). Um Bewegungsdefizite von Beginn an auszugleichen, setzen inzwischen zahlreiche Waldorfschulen in den ersten Schuljahren das erprobte Konzept des „Bewegten Klassenzimmers“ um. Dabei dienen kleine Bänke den Kindern wahlweise als Tisch oder Sitzmöglichkeit und werden mehrmals täglich zu wechselnden Parcours umgebaut, in denen die Kinder Geschicklichkeit, Gleichgewicht, Beweglichkeit und Selbstsicherheit trainieren können. Doch auch der wöchentlich stattfindende Eurythmieunterricht trägt in erheblichem Maße zur motorischen Förderung der Kinder bei. Er lehrt sie wie nebenbei, in der Gruppe aufeinander zu achten und schult über Gedichte und Klavierstücke ihr Sprach- und Musikverständnis. Freiwillige sportliche Zusatzangebote wie die Teilnahme am Schulzirkus vervollständigen das Angebot und die Heranwachsenden können neben einer Resilienz stärkenden Selbstwirksamkeit vor allem eines erfahren: Freude an der Bewegung als eine wichtige Ressource für ihr zukünftiges Leben (Videobeispiel).

Auch den eigenen Gesundheitszustand empfanden die befragten Lehrer*innen als besorgniserregend und nur neun Prozent gaben an, dass an ihrer Schule Maßnahmen zur Gesundheitsförderung wie Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeiten umgesetzt würden. Deshalb bieten immer mehr Waldorfschulen ihren Lehrer*innen neben Bibliothek und Lehrerzimmer weitere Ruheräume. Da künstlerische Aktivitäten an Waldorfschulen eine große Rolle spielen, bieten auch sie den Schüler*innen und Lehrer*innen immer wieder Gelegenheiten im Tageslauf, ihre Kräfte zu regenerieren und damit auch Stresssituationen besser zu meistern. Als Ansprechpartner*in in Gesundheitsfragen dienen außerdem die Schulärzt*innen, die üblicherweise an Waldorfschulen vor Ort sind und auch Eltern bei Bedarf beraten (mehr dazu in unserem aktuellen Newsletter).

Bund der Freien Waldorfschulen e.V.
Die derzeit 235 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. (BdFWS) mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. Seit 2013 sitzt die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des BdFWS als Zweigstelle in Hamburg. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr.

(Copyright: Karl-Dietrich Wilske)

(Copyright: Karl-Dietrich Wilske, download)

PI Gesundheitsförderung an Waldorfschulen, download

Immer mehr Waldorfschulen nehmen Flüchtlingskinder auf

Stuttgart/Karlsruhe/Hamburg, 31. März 2016/CU. Die Waldorfschulen in Deutschland beteiligen sich in zunehmenden Ausmaß an der Beschulung von Flüchtlingskindern und -jugendlichen. Das geht aus einer Analyse der Beratungs- und Koordinierungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) und der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. hervor. Danach haben bisher bundesweit 21 Waldorfschulen Flüchtlingskinder oder -jugendliche aufgenommen, mindestens 30 weitere Schulen planen eine solche Aufnahme.

Die Beratungs- und Koordinierungsstelle war im Herbst 2015 in Karlsruhe eingerichtet worden, um interessierte Waldorfschulen bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern und -jugendlichen zu unterstützen. Durch das Konzept der Notfallpädagogik verfügt die Waldorfpädagogik über langjähriges Know How bei der Betreuung traumatisierter SchülerInnen, das beständig in Krisengebieten und Flüchtlingslagern in verschiedenen Teilen der Welt erprobt wird. In Deutschland organisieren die Freunde der Erziehungskunst mit Sitz in Karlsruhe auch Fortbildungen dazu. Außerdem vermitteln sie Freiwilligendienste im In- und Ausland, so auch Freiwillige mit Flüchtlingsbezug an Waldorfschulen. Dazu gebe es aktuell 30 Anfragen von Waldorfschulen, teilte die Beratungsstelle mit.

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PI Waldorfpädagogik setzt Akzente auf der Leipziger Buchmesse

Stuttgart/Hamburg/Leipzig, 3. März 2016/CU. Pädagogische Akzente setzt der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) auch in diesem Jahr auf der Leipziger Buchmesse vom 17. – 20. März 2016, Halle 5, Stand K. Es geht unter anderem um Sprachförderung, außerdem informieren täglich Veranstaltungen über die Berufe WaldorflehrerIn und WaldorferzieherIn.

Zum sechsten Mal ist die Pädagogische Forschungsstelle beim BdFWS mit den Büchern der Edition Waldorf auf der Buchmesse präsent, die Vereinigung der Waldorfkindergärten ist mit Publikationen ebenfalls am Stand vertreten. Außerdem kooperiert Edition Waldorf in diesem Jahr mit dem Wissenschaftsverlag Barbara Budrich.

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Großes Verdienstkreuz mit Stern für Nobelpreisträger und Waldorfalumnus Prof. Südhof

Berlin/Hamburg/Stuttgart, 24. Februar 2016/CMS. Der derzeit berühmteste ehemalige Waldorfschüler, Nobelpreisträger Prof. Dr. med. Thomas C. Südhof, darf sich ab sofort das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ans Revers heften – die Übergabe fand heute in Schloss Bellevue durch Bundespräsident Joachim Gauck höchstpersönlich statt.

Der Nobelpreisträger für Medizin oder Physiologie des Jahres 2013, Herr Prof. Dr. Thomas C. Südhof, und der Nobelpreisträger für Chemie des Jahres 2014, Herr Prof. Dr. Stefan Hell, haben heute das ihnen verliehene Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgehändigt bekommen. „Mit dieser Auszeichnung würdigt der Bundespräsident die herausragenden Forschungsleistungen dieser weltweit anerkannten Wissenschaftler“, heißt es dazu aus dem Bundespräsidialamt, und weiter: „Professor Südhof, der die Synapsen im Gehirn und deren Kommunikation miteinander erforscht, hat Entscheidendes über den Vesikeltransport in Körperzellen herausgefunden. Seine Erkenntnisse bieten mögliche Ansätze für Therapien gegen neuronale Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.“

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Veränderte Bedingungen von Kindheit als Thema auf der didacta

Stuttgart/Hamburg/Köln, 9. Februar 2015/CU. Veränderte Bedingungen von Kindheit, auf die sich die Schulen einstellen müssen, sind in diesem Jahr Thema des Auftritts der Waldorfschulen und -kindergärten auf der Bildungsmesse didacta vom 16. bis 20. Februar 2016 in Köln, Halle 8, Stand B 010/C 015. Die Messe dient außerdem auch der Gewinnung von WaldorflehrerInnen, da an den Waldorfschulen in Deutschland pro Jahr rund 600 Stellen neu zu besetzen sind.

Am Stand der Waldorfschulen und -kindergärten können sich Interessenten über Zulassungsvoraussetzungen, Fächer und Wege zur Waldorflehrerbildung informieren. Insgesamt stehen in Deutschland elf Studienorte für Voll- und Teilzeitausbildungen zur Verfügung. WaldorflehrerInnen sind zufriedener mit ihrem Beruf als ihre KollegInnen an staatlichen Schulen. Eine große Rolle spielt dabei ihre Gestaltungsfreiheit, wie die Ergebnisse einer neueren wissenschaftlichen Studie nahelegen.

In den Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen am Stand werfen die ReferentInnen einen Blick auf die verschiedenen Veränderungen, denen Kindheit heute unterliegt. Gerade im Hinblick auf die vielbeobachteten Beziehungsprobleme in Schulen und Kindergärten sieht Dr. Wolfgang Saßmannshausen von der Vereinigung der Waldorfkindergärten einen Schlüssel darin, die realen Erwartungen der Kinder an die Erwachsenen in den Blick zu nehmen, so seine These im Referat am Elternsamstag auf der didacta.

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Informationen zum Beruf des Waldorflehrers jetzt auch auf der BIOFACH

Hamburg/Stuttgart/Nürnberg, 2. Februar 2016/CU/CMS. Ökologische Erziehung steht bei den Waldorfschulen schon von Anfang an auf dem Programm. Darauf weist der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) anlässlich seines Auftritts auf der BIOFACH vom 10. bis 13. Februar 2016 in Nürnberg hin, die als Weltleitmesse der Biobranche gilt. Zum ersten Mal ist der BdFWS in diesem Jahr auf der Messe vertreten, um unter anderem noch mehr Menschen für den Beruf des Waldorflehrers zu begeistern.

Eine Veranstaltung auf der Messe widmet sich der ökologischen Erziehung in Verbindung mit der Waldorfpädagogik. Nach dem Lehrplan der Waldorfschule sollen die Kinder und Jugendlichen schon früh ein anschauliches Erfahrungswissen über die Natur, ihre Rhythmen und ihre Komplexität erwerben. Durch praktische Tätigkeiten z.B. im Rahmen des Gartenbauunterrichts können die SchülerInnen ein Verständnis für Naturzusammenhänge entwickeln, dazu gehören Bodenpflege, Pflanzenzucht, Kompostherstellung und die Arbeit mit Tieren. In vielen Waldorfschulen finden sich auch Bienenvölker im Schulgarten. „Bis 2019 soll jede Waldorfschule einen eigenen Bienenstock auf ihrem Gelände beherbergen oder in der Nachbarschaft dessen Pflege übernehmen“, erklärt Henning Kullak-Ublick, Vorstandsmitglied im BdFWS, das Ziel des Projektteams „2019: 100 Jahre Waldorfpädagogik“.

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Kritik der Waldorfverbände am neuen Förderprogramm KitaPlus

Hamburg/Stuttgart/Berlin, 15. Januar 2016/CU. Das neue Förderprogramm KitaPlus des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das jetzt im Januar an den Start gegangen ist, dient aus Sicht der Verbände der Waldorfpädagogik nicht wirklich den Interessen von Kindern und Familien. Das Programm ermöglicht Kindertageseinrichtungen Betreuung auch am Wochenende und in der Nacht und soll den Bedürfnissen von Eltern im Fall von Wochenend- und Schichtarbeit entgegenkommen.

Die Organisationen der Waldorfpädagogik, der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) sowie die Vereinigung der Waldorfkindergärten unterstützen prinzipiell die gesellschaftspolitische Zielsetzung, Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen. Das Programm KitaPlus ist aus ihrer Sicht allerdings ein „Schritt in die falsche Richtung“, betont Dr. Albrecht Hüttig vom Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS), denn mit dem Programm werde „das Familienleben endgültig den Erfordernissen der Arbeitswelt untergeordnet“. Die Frage, ob es für das Kindeswohl nicht förderlicher sei, Erziehungsberechtigte mit kleinen Kindern eben gerade nicht zu Schicht- und Wochenendarbeit heranzuziehen, werde gar nicht erst gestellt.

„KitaPlus dient vorwiegend ökonomischen Erfordernissen und nicht wirklich den Bedürfnissen der betroffenen Kinder und Erwachsenen“, ergänzt Dr. Wolfgang Saßmannshausen von der Vereinigung der Waldorfkindergärten. Dieser Trend habe besonders für die kleinen Kinder weitreichende Folgen. „Wissen wir doch aus vielfältigen Untersuchungen, dass die zuverlässig vertraute Begleitung der Kinder Lebenssicherheit schafft und Grundlage für ein aktives Zugehen auf die Welt ist. Um wie viel mehr gilt diese Aussage für die Zeiten des nächtlichen Schlafes.

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Mehr Mittel für Lehrerbildung und Beratung bei Flüchtlingsklassen

Hamburg/Stuttgart Kassel, 24. November 2105/CU. Wichtige Weichenstellungen für die Waldorflehrerbildung sowie die Aufnahme von Flüchtlingskindern an Waldorfschulen sind auf der Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) am Wochenende in Kassel erfolgt. Thema war außerdem ein Vorblick auf das 100-jährige Jubiläum der Waldorfschule im Jahr 2019.

„Das 100-jährige Jubiläum ist alles andere als ein nostalgischer Rückblick – hier geht es um die Herausforderungen für die Zukunft. Wie kann der Impuls, der 1919 mit der Gründung der ersten Waldorfschule seinen Anfang nahm und heute weltweit wirksam geworden ist, lebendig erneuert werden? Was bedeutet er für das 21. Jahrhundert?“ formulierte BdFWS-Vorstandssprecher Henning Kullak- Ublick den Tenor der Veranstaltung. In nahezu allen Themen, die die Mitgliederversammlung der Waldorfschulen zu beraten hatte, war immer wieder von „Gesten, die in die Zukunft reichen“, die Rede und auch davon, dass von der Waldorfschulbewegung Neues gewagt werden müsse.

Ein erheblicher Programmteil der Versammlung galt der Frage, wie die Ausbildung der WaldorflehrerInnen, die die Waldorfschulen selbst auf der Basis ihrer Elternbeiträge bestreiten, in den kommenden fünf Jahren sichergestellt werden kann. Die Mitgliederversammlung beschloss dazu mit überwältigender Mehrheit einen Rahmenplan, durch den ein zusätzliches Finanzvolumen von 2,6 Mio. EUR bis zum Schuljahr 2019/20 in die Waldorflehrerbildung fließen soll. Im laufenden Haushaltsjahr sind dafür 9,8 Mio. EUR veranschlagt, sie kommen zu 88 Prozent den Vollzeitseminaren der Waldorflehrerbildung zugute.

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Waldorfschulen im ganzen Land bereiten sich auf herbstliche Basare vor

Hamburg/Stuttgart, 5. November 2015/ABa. An den Waldorfschulen gibt es jedes Jahr Herbst- oder Wintermärkte, bei denen BesucherInnen nicht nur zahlreiche Weihnachtsgeschenke kaufen oder basteln, sondern auch die Waldorfpädagogik und die LehrerInnen der speziellen Schule näher kennenlernen können. Den gesamten November über finden deutschlandweit an den Samstagen die Basare statt, die für ihre besondere Stimmung und das außergewöhnliche künstlerische Angebot der Stände beliebt und bekannt sind.

Jedes Jahr im Herbst schmücken die Waldorfschulen sich mit Kastanien und buntem Herbstlaub. Es werden Adventskränze geflochten und viele HelferInnen backen fleißig Kuchen: Der Herbstbasar steht vor der Tür! Alle SchülerInnen und Eltern der Schule bieten (je nach Tradition der Schule) Basteltische, Bücherstuben, Rübenschnitzereien, „Moosgärtlein“, Schmiede-Schnupperkurse, Kerzenziehen und vieles mehr an. Das bunte Angebot an Freizeitaktivitäten wird durch Cafés, Teestuben, Informationsstände zur Schule und ihren Projekten, z.B. mit Partnerorganisationen in aller Welt, und durch einen Viktualien- und Geschenkemarkt ergänzt. Außerdem gibt es Gesangs-und Orchestereinlagen von Schulgemeinschaft, Lehrer- und Elternchören. „Die Atmosphäre ist jedes Jahr aufs neue einzigartig – das muss man einmal selbst erlebt haben!“ betont Henning Kullak-Ublick, Vorstandsmitglied im Bund der Freien Waldorfschulen und ehemaliger Klassenlehrer.

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Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik auf der Frankfurter Buchmesse

Frankfurt/Hamburg/Stuttgart, 13. Oktober 2015/CU. Wie kann die Schule Kinder auf den Umgang mit modernen Medien vorbereiten? Eine neue Publikation der Pädagogischen Forschungsstelle des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) zum Thema Medienpädagogik zeigt auf, was die Waldorfpädagogik zu dieser wichtigen Aufgabe beitragen kann. Auf der Frankfurter Buchmesse wird das Grundlagenwerk von Prof. Dr. Edwin Hübner im Gespräch mit Dr. Steffen Borzner vorgestellt.

Hübner ist Hochschullehrer an der Freien Hochschule Stuttgart. Seine Publikation hat den Titel „Medien und Pädagogik – Gesichtspunkte zum Verständnis der Medien – Grundlagen einer anthroposophisch-anthropologischen Medienpädagogik.“

Grundlegend für die Waldorfpädagogik ist auch bei der Medienfrage die Menschenkunde und die Orientierung an der Entwicklung des Kindes. Welche Fähigkeiten müssen Kinder herausbilden, damit sie dem Alltag in der hochtechnisierten Welt gewachsen sind? Medienpädagogik vollzieht sich auf zwei Ebenen, so die These von Prof. Edwin Hübner: Gefordert ist einerseits eine direkte Medienpädagogik, welche die Kinder befähigt, Medien sinnvoll zu nutzen. Hinzu kommen muss aber aus der Sicht der Waldorfpädagogik auch eine indirekte Medienpädagogik, die den Einseitigkeiten entgegenwirkt, die die Mediennutzung z.B. hinsichtlich der körperlichen Entwicklung mit sich bringt.

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Berliner Waldorfschulen jetzt mit drei Flüchtlingsklassen

Berlin/Hamburg/Stuttgart, 22. September 2015/CU. Zum neuen Schuljahr haben jetzt in Berlin die ersten drei Willkommensklassen für Flüchtlingskinder an Waldorfschulen mit dem Unterricht begonnen, in der Freien Waldorfschule Berlin-Kreuzberg, der Rudolf-Steiner-Schule Berlin-Dahlem und der Waldorfschule Berlin-Mitte.

Die drei Waldorfschulen hatten bereits zu Beginn des Jahres ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Beschulung der Flüchtlingskinder zu beteiligen, nachdem der Senat die freien Schulen dazu aufgefordert hatte. Pro Klasse wird eine Lehrerstelle vom Berliner Senat zu 93 Prozent finanziert, so die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen Berlin-Branden-burg. Aus der Sicht des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) sind Waldorfschulen generell für die Aufnahme von Flüchtlingskindern gut gerüstet. Von den zentralen Gremien des BdFWS sind sie daher dazu ermutigt worden, sich um Flüchtlingsklassen zu bemühen.

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Waldorfpädagogik bei der Langen Nacht der Anthroposophie in Hamburg

Hamburg, 15. September 2015/CMS. Am 26. September 2015 findet von 17.00 bis 23.00 Uhr zum zweiten Mal die „Lange Nacht der Anthroposophie“ im Rudolf Steiner Haus Hamburg statt, dieses Mal unter dem Motto „Sinne – Tore zur Welt“, der Eintritt ist wieder frei. Auch die vielfältige Hamburger Waldorflandschaft von Kindergärten über heilpädagogische Schulen und besondere Förderangebote bis hin zu den sieben Waldorfschulen wird sich dort präsentieren und das Motto aufgreifen.

Die Anthroposophie als „Weisheit vom Menschen“ misst den Sinnen eine große Bedeutung für das Erkennen und die Gesundheit bei, denn sie sind der Vermittler zwischen Innen- und Außenwelt. Im Unterschied zu der heute populären Vorstellung der „fünf Sinne“ unterscheidet sie zwölf Sinne, die in obere, mittlere und untere Sinne unterteilt werden. Die unteren Sinne richten sich primär auf den eigenen Körper und dienen der Selbstwahrnehmung, auf dieser Grundlage entfalten sich Impulse zum Handeln. Bei den mittleren Sinnen schwingt der Mensch mit seinen Wahrnehmungen zwischen Innen und Außen hin und her und wird besonders in seinem Fühlen angesprochen. Die oberen Sinne lenken die eigene Wahrnehmung auf das, was außerhalb von einem geschieht, wodurch vor allem die Gedankentätigkeit angeregt wird.

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Ex-Waldorfschüler Florian Zech erhielt Bundesverdienstorden

Berlin/Hamburg/Stuttgart, 18. August 2015/CU. Waldorf-Alumnus Florian Zech (29) aus München ist von Bundespräsident Joachim Gauck für sein gesellschaftspolitisches Engagements mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Dies geht aus dem jüngsten Newsletter von AMANDLA hervor, ein Bildungsprojekt in Südafrika, das Zech schon als Zivildienstleistender in den Townships von Kapstadt gegründet hat.

Zech erhielt die höchste Anerkennung des deutschen Staates – umgangssprachlich als Bundesverdienstkreuz bezeichnet – zusammen mit 30 Anderen, die sich seit mehr als zehn Jahren in herausragender Weise ehrenamtlich für das Gemeinwesen eingesetzt haben. Sie engagieren sich im gesellschaftspolitischen, sozialen und kirchlichen Bereich sowie auf den Gebieten Inklusion, Bildung, Kultur und Sport, wird dazu auf der Homepage des Bundespräsidialamts erläutert.

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Ohne Notendruck fürs Leben lernen

Stuttgart/Hamburg, 21.Juli 2015/ HKU/CU. Ein „gutes Zeugnis“ ist eins, das den Kindern Mut macht, weil sie sich in ihren Stärken erkannt fühlen können. Auf dieser Grundlage können sie auch Schwächen angstfrei überwinden. Darauf weist der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) zur Zeugnisvergabe am Schuljahrsende hin.

„Die Neurowissenschaften haben längst belegt, dass Angst, Stress und Druck die denkbar schlechtesten Vorbedingungen zum Lernen sind. Wir lernen niemals nur mit dem Kopf, sondern immer auch mit dem Herzen und durch aktive Tätigkeit“, betont Henning Kullak-Ublick vom Bundesvorstand des BdFWS. Während die Inhalte des gelernten Stoffes meist schnell wieder vergessen werden, bleibe das mit dem Lernen verbundene Gefühl bestehen und bestimme in hohem Maße, wie Lernen im späteren Leben aufgefasst werde. Wenn es in der Schulzeit überwiegend als notwendige Last und nicht als „Tor zur Freiheit“ erlebt werde, lade man den Schülerinnen und Schülern damit eine biografische Hypothek auf, die das lebenslange Lernen deutlich erschwere, betont der langjährige Waldorfklassenlehrer weiter.

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WaldorfschülerInnen mit ihrer Schule überwiegend zufrieden

Hamburg/Stuttgart, 28. Mai 2015/CU. Die hohe Unzufriedenheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland mit ihrer Schule gilt so nicht für die Waldorfschülerinnen und -schüler. Darauf weist der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) anlässlich der Veröffentlichung der Children’s World Studie der Goethe-Universität Frankfurt hin.

Nach der 2013 veröffentlichten Studie „Bildungserfahrungen an Waldorfschulen“  fühlen sich 91,7 Prozent der WaldorfschülerInnen an ihrer Schule wohl. Auch hinsichtlich Unterrichtsqualität und Lernfreude äußern sich die WaldorfschülerInnen wesentlich positiver: 86,9 Prozent der Befragten bezeichnen ihre Waldorfschule als „insgesamt wirklich gut“. 79,7 Prozent meinen, sie „würden nur ungern auf eine andere Schule gehen“. Auch das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer wird besser beurteilt: 78,6 Prozent der WaldorfschülerInnen finden die Unterrichtsinhalte „meistens interessant“, 73 Prozent bestätigen den LehrerInnen, dass sie „viel tun, um uns zu helfen“ und 83,3 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die LehrerInnen den SchülerInnen Gelegenheit geben, ihre Meinung zu sagen.

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200 WaldorfschülerInnen ergreifen „Macht“ in Kassel

Kassel/Stuttgart/Hamburg, 27. Mai 2015/CMS. Vom 4. – 7. Juni 2015 tagt das 12. Kasseler Jugendsymposion, bei dem rund 200 WaldorfschülerInnen aus ganz Deutschland das Thema „Macht“ bearbeiten werden. Das vom Lehrerseminar für Waldorfpädagogik Kassel in Kooperation mit dem Bund der Freien Waldorfschulen veranstaltete Symposion spannt inhaltlich den Bogen von den Stasi-Strukturen in der ehemaligen DDR über populistische, demokratiefeindliche Protestbewegungen und die Instrumentalisierung von Religionen bis hin zum Machtmissbrauch durch Passivität und der Macht über sich selbst.

Die Jugendsymposien stellen stets einen aktuellen und facettenreichen Begriff mit Vorträgen, Seminaren und Trainings zur Diskussion und schließen damit an die bereits behandelten großen Themen der letzten Jahre an, wie z.B. „Bewusstsein“, „Menschheit“, „Leben“, oder „Freiheit“ im Dezember 2014. So wird engagierten SchülerInnen und Studierenden ein Forum geboten, sich außerschulisch im Austausch mit namhaften Referenten und Dozenten einem Thema interdisziplinär und multiperspektivisch zu nähern. So sprechen beim 12. Jugendsymposion auch wieder bekannte und kompetente Redner aus Politik, Wissenschaft und Kunst.

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Waldorfschule Emmendingen erhält Jakob Muth-Preis für inklusive Schule

Stuttgart/Hamburg/Bremen, 21. Mai 2015/CMS. Wie kann Inklusion so gelingen, dass alle Kinder einer Klasse davon profitieren? Dies zeigen die vier Gewinner des Jakob-Muth-Preises, der am 27. Mai 2015 in Bremen verliehen wird. Einer der diesjährigen Gewinner ist die Waldorfschule Emmendingen, an der seit fast 20 Jahren Kinder mit und ohne Behinderung unter dem Motto lernen: „Es ist normal, verschieden zu sein“. Bis heute ist sie die einzige staatlich anerkannte integrative Schule in Baden-Württemberg.

Die Waldorfschule, die zurzeit 280 SchülerInnen in den Klassen eins bis zwölf besuchen, darunter 40 SchülerInnen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten (geistige Entwicklung, körperlich-motorische Entwicklung und emotional-soziale Entwicklung) überzeugte die Jury mit ihrem inklusiven Konzept. „Der gleichberechtigte Fokus auf künstlerisches, kognitives und praktisches Lernen bietet eine besonders gute Voraussetzung für das gemeinsame Lernen aller Kinder und Jugendlichen“ heißt es in der Presseerklärung der Bertelsmann Stiftung dazu.

Inklusiver Unterricht an der Waldorfschule Emmendingen_Charlotte Fischer_BdFWS

Wie an Waldorfschulen üblich, führen die KlassenlehrerInnen ihre Klasse acht Schuljahre lang, hier jedoch im Team gemeinsam mit HeilpädagogInnen, während die Klassen 9 bis 12 vom Oberstufenteam betreut werden. Die intensiven Beziehungen zueinander schaffen ein besonderes Vertrauen. Dadurch gelingt es, auch gemeinsam durch die Jahre der Pubertät zu kommen, in denen sonst Integration und Inklusion oft an ihre Grenzen stoßen.

Insgesamt lernen die SchülerInnen 12 Jahre zusammen, von der ersten Klasse bis zum Waldorfabschluss. Im 12. Schuljahr gibt es außerdem die Möglichkeit, den Realschulabschluss abzulegen. Im Anschluss an das 12. Schuljahr kann in einem 13. Schuljahr in Kooperation mit einer benachbarten Waldorfschule das Abitur erworben werden.

In der Waldorfschule Emmendingen ist spürbar, dass es um eine gemeinsame Sache von SchülerInnen, PädagogInnen und Eltern geht. Die gemeinsam verbrachte Zeit schafft Erfahrungen, die gerade da wichtig sind, wo Gesellschaft inklusiv werden möchte – es sind Erfahrungen von Vielfalt und von Schwierigkeiten und davon, wie es gelingen kann, mit ihnen umzugehen. Ein Schüler der Oberstufe fasst zusammen: „Irgendwie bin ich stolz darauf, diese Erfahrungen gemacht zu haben. Freunde zu haben, die ›anders‹ sind, aber eben doch vertraut. Das ist mehr wert, als mancherlei Lernstoff! Ich weiß, dass ich mit Menschen mit Behinderung leben und wie ich mich verhalten kann. Ich glaube, dass das sehr prägend ist.“

Inklusion an der Waldorfschule Emmendingen_Charlotte Fischer_BdFWS

Mit der Preisvergabe wollen die Projektträger – die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Verena Bentele, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission – zeigen, dass trotz unzureichender Rahmenbedingungen viele Schulen in Deutschland auf hohem Niveau inklusiv arbeiten und so zur Nachahmung anregen. Die Einzelschulen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro; der Schulverbund bekommt 5.000 Euro. Für den Jakob Muth-Preis hatten sich in diesem Jahr 60 Schulen und 5 Schulverbünde beworben.

Die Preisverleihung ist medienöffentlich und findet am 27. Mai 2015 ab 10:30 Uhr als Senatsempfang der Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft im Bremer Rathaus statt.

Die derzeit 234 deutschen Waldorfschulen haben sich zum Bund der Freien Waldorfschulen e.V. mit Sitz in Stuttgart zusammengeschlossen, wo 1919 die erste Waldorfschule eröffnet wurde. Die föderative Vereinigung lässt die Autonomie der einzelnen Waldorfschule unangetastet, nimmt aber gemeinsame Aufgaben und Interessen wahr.

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Foto: Credits to Bund der Freien Waldorfschulen · Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Berufliche Bildung als neue und alte Aufgabe der Waldorfschule

Borchen/Hamburg/Stuttgart, 28. April 2015/CU. Berufliche Bildung wird zunehmend auch an Waldorfschulen zum Thema, seit in Nordrhein-Westfalen und in Berlin Waldorf-Berufskollegs entstanden sind. Eine neue Forschungsstelle für Waldorf-Arbeitspädagogik/Berufsbildung und ein Kompetenzzentrum an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft sollen jetzt die Kollegs beraten und diese Entwicklung wissenschaftlich begleiten.

Die Forschungsstelle wurde auf einer bundesweiten Tagung der Waldorf-Berufskollegs in der Rudolf Steiner Werkgemeinschaft e.V. Schloss Hamborn in Borchen/Westfalen vorgestellt.

Für Prof. Peter Schneider, einen der Initiatoren der Berufskollegs als neuer Form der Waldorf-Oberstufe, knüpft die Waldorfschule damit an ihren ursprünglichen pädagogischen Reformimpulsen an: „Rudolf Steiner wollte eine Schule, die auf das Leben vorbereitet. Dazu gehört auch die praktische Arbeit, was heute zunehmend aus dem Blick gerät.“ Steiner habe in der Arbeit einen wichtigen individuellen, aber auch sozialen Erfahrungsprozess gesehen: Arbeit als ein Tun für Andere. Dabei gelte es, Lernen und Arbeiten auf allen Stufen kontinuierlich miteinander zu verbinden, betont Prof. Schneider, der emeritierter Hochschullehrer der Universität Paderborn und der Alanus Hochschule ist.

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Die Jahresarbeit: Schlussakkord der Waldorfschulzeit

Stuttgart/Hamburg, 15. April 2015/CMS. An Waldorfschulen ist es üblich, zum Abschluss der Schulzeit eine „Jahresarbeit“ zu erstellen, deren Thema die SchülerInnen interessengeleitet frei wählen dürfen; Betreuung erhalten sie von einer Lehrkraft. Die Jahresarbeit besteht aus einem schriftlichen, mündlichen und praktisch-künstlerischen Teil, so dass die Vielfältigkeit des Gelernten auf verschiedenen Ebenen erprobt und am Ende vor der Schulgemeinschaft präsentiert wird. Das ist nicht nur pädagogisch sehr wertvoll, sondern die Jugendlichen selbst empfinden es auch als eine außerordentlich lehrreiche und zukunftsweisende Erfahrung.

„Rückblickend kann ich über die Abschlussarbeit sagen, dass sie viele wichtige Fähigkeiten für die Zukunft in mir wachgerufen hat. Ich musste lernen, alleine Aufgaben zu bewältigen, einen Zeitplan zu entwerfen und mich an ihn zu halten, mir Gedanken zur Umsetzung des Projekts und zur Gestaltung des Vortrags machen“, fasst Antonia S. von der Rudolf-Steiner-Schule-Dortmund ihre Erfahrung zusammen. Nicht nur sie sieht die Jahresarbeit als den Höhepunkt der Waldorfschulzeit an, weil in ihr alle Eigenschaften eines Waldorfschülers zur Geltung kommen: Leistungsbereitschaft, Begeisterung und das Bewusstsein für die Umwelt.

Die Themenwahl zeigt dabei eine Vielfalt, die alle nur erdenklichen Lebensbereiche umfasst: vom Bierbrauen über Bodyart, Buddhismus und Fliegerei bis hin zu chinesischer Kampfkunst, Pflanzenheilkunde, Trendsport, Musikkompositionen, vom Roman Schreiben, Film Drehen, Epilepsie bis hin zu so hochaktuellen Themen wie Organspende, Pränataldiagnostik und Down-Syndrom, Sterbebegleitung oder Traumata als Berufsrisiko in bestimmten Arbeitsbereichen.

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Mehr als 10 Mio. EUR fließen in die Waldorflehrerbildung

Minden/Stuttgart/Hamburg, 23. März 2015/CU. Wichtige Grundlagen für die Zukunft zu den Themen Lehrerbildung, Inklusion und Öffentlichkeitsarbeit hat die Mitgliederversammlung des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) am Wochenende in Minden/Westfalen gelegt.

VertreterInnen der Waldorfschulen aus ganz Deutschland waren vom 20. – 22. März zu einer Delegierten- und Mitgliederversammlung des BdFWS nach Ostwestfalen angereist, Gastgeber war die Freie Waldorfschule Minden, deren Eltern, MitarbeiterInnen, LehrerInnen und SchülerInnen die bundesweite Tagung mit viel ehrenamtlicher Arbeit ausgerichtet hatten.

Das oberste Beschlussorgan des BdFWS beriet auch über den Haushalt der Organisation für das Jahr 2015/16. Er beläuft sich insgesamt auf rund 14,4 Mio EUR.  Erstmals werden die Ausgaben für die Lehrerbildung, die den größten Einzelposten des Haushalts ausmachen, die 10 Mio. EUR-Grenze überschreiten. Sie fließen an die 11 Lehrerseminare und Hochschulen im BdFWS sowie an vier Ausbildungsstätten für Eurythmie.

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Waldorfschule Schwerin hat jetzt eine „Lehrein des Jahres“

Schwerin/Stuttgart/Hamburg, 5. März 2015/CU. Unter den neun Pädagogen, die sich in Mecklenburg-Vorpommern jetzt „Lehrer des Jahres“ nennen dürfen, ist auch eine Waldorflehrerin. Juliane Schwarte (64), Klassenlehrerin an der Freien Waldorfschule Schwerin, wurde von Ministerpräsident Erwin Sellering und Bildungsstaatssekretär Sebastian Schröder mit dem Titel ausgezeichnet.

Die Ehrung wird an Pädagogen vergeben, die sich durch „herausragendes pädagogisches Engagement und Einsatz weit über das dienstliche Maß hinaus“ verdient gemacht haben, schreibt das Bildungsministerium. Vorschläge einreichen können Lehrerkollegen, Eltern und Schüler. In dem Preis sieht die Landesregierung auch eine Möglichkeit, das Ansehen des Lehrerberufs in der Öffentlichkeit zu steigern.

Copyright Bund der Freien Waldorfschulen

Für Juliane Schwarte war die Auszeichnung eine Überraschung: „Eines Tages kam ein Schüler zu mir und zeigte mir etwas, was er über mich geschrieben hatte. Das wolle er als Vorschlag für den Lehrerpreis einreichen, wenn ich damit grundsätzlich einverstanden sei. Ich wollte ihn nicht enttäuschen, denn er hatte sich mit dem, was er geschrieben hatte, soviel Mühe gemacht. Also erklärte ich mich mit der Teilnahme an diesem Wettbewerb einverstanden, konnte mir aber gar nicht vorstellen, damit Erfolg zu haben.“ Eltern haben sich diesem Schülervotum auch angeschlossen und letztlich hat eine unabhängige Jury unter den eingegangenen Vorschlägen eine Auswahl getroffen.

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Von Goethe bis zu den neuen Medien – Waldorfpädagogik auf der Buchmesse

Leipzig/Stuttgart/Hamburg, 25. Februar 2015/CU. Alte und neue Medien stehen im Mittelpunkt des Auftritts der Waldorfpädagogik auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Bei einer Veranstaltung im Rahmen von Fokus Bildung geht es um das Thema Medienmündigkeit, bei einer Lesung mit Gespräch im Mendelsohn Haus um „Sternstunden der deutschen Literatur.“ Veranstalter ist die Pädagogische Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS).

Welche Fähigkeiten müssen junge Menschen entwickeln, damit sie mit Internet, Facebook, Twitter & Co. sinnvoll  umgehen können, ohne der Faszination der neuen Medien zu unterliegen? Diese Frage richtet Moderator Christian Boettger von der edition Waldorf an Dr. Edwin Hübner, Autor des neuen Buchs „Medien und Pädagogik“, das auf der Buchmesse vorgestellt wird.

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Erste Waldorfschule richtet Willkommensklasse für Flüchtlinge ein

Berlin/Stuttgart/Hamburg, 17. Februar 2015/CU. Die Rudolf Steiner Schule Berlin-Dahlem wird eine Willkommensklasse für Flüchtlingskinder einrichten. Der Beschluss dazu sei von der Gesamtkonferenz der Schule mit großer Mehrheit gefasst worden, erläuterte Geschäftsführer Friedrich Ohlendorf. 

Auch die anschließende Versammlung der Klassenelternvertreter habe sich für die Einrichtung der Willkommensklasse ausgesprochen. Die Schule werde jetzt dem Senat mitteilen, dass sie „startklar“ sei für die Aufnahme der Flüchtlingskinder. Die Klasse, die nach den Vorgaben des Senats 12-15 Kinder umfassen wird, soll von zwei Lehrkräften betreut werden, eine davon hat eine Ausbildung für Deutsch als Fremdsprache. Wann die Klasse in der Waldorfschule in Berlin-Dahlem genau starten wird, hängt nun von der Zuweisung von Seiten des Senats ab. Die Kosten einer Lehrkraft pro Willkommensklasse werden zum größten Teil vom Senat übernommen.

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Gewaltprävention in Schule in Kindergarten

Kassel/Hamburg, 21. Januar 2015/CU/CMS. PädagogInnen, Eltern, OberstufenschülerInnen und MitarbeiterInnen waren unter dem Titel „Trau Dich“ von einem Thementag zur Gewaltprävention in pädagogischen Einrichtungen angesprochen, zu dem die Verbände der Waldorfpädagogik am Freitag nach Kassel eingeladen hatten. Veranstalter waren der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS), die Vereinigung der Waldorfkindergärten und Anthropoi, der Bundesverband anthroposophisches Sozialwesen.

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„Bundesland Waldorf“ hat mehr SchülerInnen als Bremen

Wiesbaden/Stuttgart/Hamburg, 11. Dezember 2014/CU. Ein Plus von ca. 13,5 Prozent haben die deutschen Waldorfschulen bei ihren Schülerzahlen im letzten Jahrzehnt zu verzeichnen, ihre Zahl stieg von 74.703 im Schuljahr 2002/03 auf 84.763 im Schuljahr 12/13. Diese Zahl hat der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) jetzt veröffentlicht.

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Pressemeldung zum 11. Kasseler Jugendsymposium

Kassel/Stuttgart/Hamburg, 1. Dezember 2014/CMS. Vom 11. bis 14. Dezember 2014 findet in Kassel das 11. Jugendsymposion statt und widmet sich wieder einem großen Thema: der „Freiheit“. 250 WaldorfschülerInnen aus ganz Deutschland tauschen sich vier Tage lang in Vorträgen und Seminaren mit Persönlichkeiten aus, die zu diesem Thema geforscht und publiziert haben und erhalten in Workshops gemäß ihrer Interessen vertiefte Einblicke in verschiedenste Bereiche aus Wissenschaft und Kunst. An zwei Abenden diskutieren sie mit den Dozenten in der informellen Atmosphäre der sog. Nachtcafés über die Eindrücke des Tages.

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